Schüsse auf ... - Alternative Hilfe e.V.
Quelle: compact-online.de

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Jetzt passiert es fast jede Woche. Unbekannte feuerten am Mittwoch drei Kugeln durch die Scheibe des Büros der AfD-Ratsfraktion im nordrhein-westfälischen Arnsberg. Verletzt wurde zum Glück niemand. Es ist unklar, ob bei dem Angriff eine Feuerwaffe oder eine Stahlkugelschleuder verwendet wurde. Die Polizei machte bislang keine Angaben darüber, ob sie Patronen gefunden hat. „Alles Weitere müssen nun die Ermittlungen vor Ort ergeben“, sagte Gunnar Wortmann, Sprecher des ermittelnden Staatsschutzes gegenüber der WAZ.

Die Tat geschah, nachdem erst am vorvergangenen Sonntag in Karlsruhe ein Helfer der AfD beim Anbringen von Plakaten von einem Unbekannten beschossen wurde. Mit einem Messer bewaffnet, attackierte ein 27-jähriger Mann die ehemalige Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel bei einer Friedensdemo in Halle im Dezember. Fast zeitgleich hatten mehrere Personen Böller gegen die Eingangstür des AfD-Büros in Chemnitz geschleudert. Die Anwesenden erlitten teils Knalltraumata. Allein in Sachsen wurden 2015 über 30 Anschläge auf Afd-Büros verübt. Die Angriffe sind auch gewalttätige Auswüchse einer politischen Kultur, die sich dem vernünftigen Diskurs verwehrt hat und den politischen Gegner stattdessen zur rechtlosen Unperson erklärt.

Wenn die AfD einen Sitz bekommt, wäre dies „schlimmer“, relativierte der CDU-Abgeordnete des Hessischen Landtags Hartmut Honka die konkreten Hinweise auf Wahlfälschung bei der Bremer Bürgerwahl im vergangenen Mai per Twitter. Als würde mit der AfD das Tausendjährige Reich eine Renaissance erleben, weigern sich Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten von SPD, Linke und Grüne moralapostolisch mit AfD-Spitzenkandidaten an Fernsehdebatten teilzunehmen. Die Verteufelung des Gegners findet ihren unerträglichen Höhepunkt im Vorwurf der geistigen „Brandstiftung“, wie ihn z.B. die taz nach dem Angriff auf Henriette Reker im Oktober letzten Jahres gegenüber Björn Höcke, Thilo Sarrazin und COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer erhob. Der politische Kontrahent wird endgültig zum Feind erklärt.

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Dass Gastgeber mit Vandalismus erpresst werden, Veranstaltungen des Feindes wieder abzusagen, ist eine Konsequenz der Dämonisierung. Gesinnungsterroristen werden zu lupenreinen Terroristen, wenn sie den Gegner mit Gewalt einschüchtern, wie nun wieder in Arnsberg. Jene, die ihre Opposition zum Gegner der Demokratie erklären und somit, gewollt oder nicht, zum Abschuss durch gewaltbereite Tugendwächter quasi freigeben, sind die wahren geistigen Brandstifter in diesem Land.

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